Praxis für Krankengymnastik, Rüdiger Gast, Rolf WannemüllerPraxis für Krankengymnastik
Rüdiger Gast, Rolf Wannemüller
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Gesundheitsnachrichten

Faszienrollen - nur ein Trend oder sinnvoll?

Seit einigen Jahren sind Faszienrollen und Faszienbälle weit verbreitet, doch helfen sie wirklich bei Verspannungen?

Faszienrollen sind nicht nur ein Trend, sie sind auch für die Gesundheit sehr förderlich. Im Körper befinden sich nämlich sogenannte Faszien, die die Muskeln und das Gewebe fest zusammenhalten. Diese Faszien können allerdings beschädigt sein, das kann durch einseitige Bewegungen entstehen, viel Stress oder durch Verletzungen. Dadurch entstehen Schmerzen. Doch mit einer Faszienrolle kann man Abhilfe schaffen, man kann sogar Stellen am Körper erreichen, die nicht so leicht zugänglich sind. Alle Verspannungen lösen sich und die Muskeln werden gestärkt, ja selbst Cellulitis kann gelindert werden oder ganz und gar verschwinden. Der Mensch fühlt sich wie neu geboren, er ist nach dieser Massage fit und gesund.

Verschiedene Ausführungen

Faszienrollen gibt es natürlich in vielerlei Ausführungen, die klassische Variante hat eine glatte Oberfläche und ist 30 bis 45 Zentimeter lang. Es sind aber auch Modelle mit Noppen zu haben und andere zeigen eine gewellte Oberfläche. Die Faszienrolle gibt es auch im Mini-Format zu kaufen, was auf Reisen sehr nützlich sein kann.

So lange alles in Ordnung ist, macht sich der Mensch sicherlich wenig Gedanken und die Gesundheit, doch wenn etwas weh tut, gehen die Personen zum Arzt, die Wartezimmer sind voll. Oft folgen dann komplizierte und langwierige Behandlungen,doch woher der Schmerz kommt, kann auch der Arzt nicht feststellen. Meist sind die Faszien die Ursache für die Schmerzen, sie werden leider viel zu selten beachtet. Dabei sollten sie in das Muskeltraining eingebunden werden, die Muskeln werden maßgeblich gestärkt.

Woher kommt die Faszien-Rolle?

Die erste Rolle kam 2009 auf den Markt, sie wurde jedoch hauptsächlich in der Physiotherapie eingesetzt. Sie war 30 Zentimeter lang, hatte die Form einer Pilates-Rolle und wurde nur in Schwarz angeboten. Heute ist die Rolle in allen Farben und in verschiedenen Größen zu haben, sie wird hauptsächlich zur Massage und beim Muskel-Training eingesetzt. Es sind alle Härtegrade erhältlich, Weich, Medium oder Hart, alles ist auf dem Markt. Längst wird diese Rolle nicht mehr nur zur Physiotherapie eingesetzt, sie dient heutzutage mehr zum Muskeltraining und ist in jedem guten Fitness-Studio zu finden. Die Rolle ist auch zur Selbst-Massage optimal, sie hilft beim Abnehmen und in vielen Fällen kann man sogar die unangenehme Cellulitis wieder loswerden. Weitere Anleitungen finden Sie auf: www.muskel-training.net/faszienrolle/ (www.muskel-training.net/faszienrolle/)

Worauf ist beim Kauf zu achten?

Zuerst muss man natürlich den richtigen Härtegrad wählen, Medium, Hart oder Weich. Wobei der Härtegrad gar nichts über die Qualität aussagt, es ist nur das persönliche Empfinden entscheidend. Anfänger sind mit einer weichen Faszien-Rolle bestens bedient, später sind harte oder mittlere Härtegrade sehr sinnvoll. Der Muskelaufbau wird verstärkt und der Lockerungs-Effekt ist nicht zu unterschätzen. Profis benutzen übrigens nur harte Faszien-Rollen.

Die Oberfläche

Diese Rollen sind mit verschiedenen Oberflächen zu bekommen, wobei Anfänger immer mit einer glatten Oberfläche beginnen sollten. Manche Modelle sind auch mit Noppen versehen oder sie haben eine Wellenprägung. Für Letztere sollte man jedoch schon etwas Erfahrung mit Faszien-Rollen haben. Es steht natürlich immer im Vordergrund, welche Wünsche der Benutzer hat. Ein Qualitätsmerkmal ist auch die Oberfläche nicht.

Das Material und die Farbe

Eine Faszien-Rolle wird aus Schaumstoff hergestellt, wobei man zwischen EPP und EVA unterscheidet. Dieser Schaumstoff ist leicht, abriebfest, hitzebeständig und abwaschbar. Alle Rollen sind langlebig und können sehr einfach gehandhabt werden. Bei der Farbe kann jeder sich genau das aussuchen was gefällt, dem Nutzer sind hier keinerlei Grenzen gesetzt.

In aller Regel liefert der Hersteller eine Bedienungsanleitung mit, anhand von Beschreibungen und Bildern ist es ganz leicht, die Rolle richtig einzusetzen.

23.10.2018 DGA | Quelle: Hoffmann & Wirner (openPR)


Dem Durst davonlaufen: Richtig trinken beim Sport

Dem Durst davonlaufen: Richtig trinken beim Sport

Warum treiben Sie Sport? Um Kraft und Ausdauer zu trainieren, um Ihre Beweglichkeit zu verbessern oder um nach einem anstrengenden Arbeitstag Stress abzubauen? Welcher Grund für Sie auch immer am wichtigsten ist, eines dürfen Sie auf keinen Fall vergessen: Während einer Stunde Sport verliert der Körper zwischen 1 bis 1,5 Liter Flüssigkeit – und diesen Verlust sollten Sie ausgleichen. Ob mit Mineralwasser, Fruchtsaftschorlen oder speziellen isotonischen Sportlergetränken, lesen Sie hier.

Warum trinken (beim Sport) so wichtig ist Wenn wir Durst haben, ist es meist schon zu spät. Diese Regel gilt besonders bei körperlicher Belastung: Wer zu wenig trinkt, riskiert ein höheres Verletzungsrisiko und reduziert seine Leistungsfähigkeit. Das Blut wird dicker, Muskeln und Gehirn können nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Die Folge sind Muskelschwäche und Krämpfe. Auch wenn es uns oft lästig erscheint: Schwitzen ist eine wichtige und natürliche Reaktion des Körpers, um uns vor Überhitzung zu schützen. Je stärker wir unseren Körper belasten und je höher die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit sind, desto stärker schwitzt der Körper und desto mehr sollten wir trinken.

Mineralwasser, Fruchtsaftschorle oder isotonisches Sportlergetränk? In erster Linie müssen wir den Flüssigkeitsverlust ausgleichen und die Mineralstoffe ersetzen: Dafür ist Mineralwasser das Getränk der Wahl. Auf keinen Fall empfehlenswert sind pure Obstsäfte, Limonaden, Alkohol oder koffeinhaltige Getränke. Wer länger als eine Stunde trainiert oder eine Sportart macht, die viel Konzentration erfordert, sollte zusätzlich Kohlenhydrate aufnehmen, da sonst der Blutzucker abfällt. Dafür sind Fruchtsaftschorlen gut geeignet. Mischen Sie einen Saft ihrer Wahl am besten mit natriumreichem Wasser. Ab 200 Milligramm Natrium pro Liter gilt ein Mineralwasser als natriumreich (Quelle: Informationszentrale Deutsches Mineralwasser). Dadurch können die Kohlenhydrate schneller vom Körper aufgenommen werden. Bei intensivem Training oder sehr hohen Belastungen, zum Beispiel einem Marathonlauf, sind spezielle isotonische Sportlergetränke zu empfehlen. Die Konzentration an gelösten Nährstoffen in isotonischen Getränken entspricht der in unserem Blut, deshalb werden Mineralstoffe und Kohlenhydrate besonders schnell aufgenommen. Der Sport- und Ernährungsmediziner Dr. Kurt A. Moosburger empfiehlt Getränke, die 60 bis 80 Gramm Kohlenhydrate pro Liter und 400 bis 500 Milligramm Natrium pro Liter enthalten. Die genaue Zusammensetzung von isotonischen Sportlergetränken ist jedoch sehr unterschiedlich. Wer regelmäßig trainiert, für den empfiehlt sich – ähnlich wie beim Kauf von Sportbekleidung und den richtigen Schuhen –eine Beratung im Fachgeschäft.

Zeit nehmen zum Trinken Schon 15 bis 30 Minuten vor dem Sport sollten wir 0,3 bis 0,5 Liter trinken. Während des Sports empfiehlt es sich – von Beginn an – pro Stunde etwa 0,5 bis 1 Liter in kleinen Schlucken zu sich zu nehmen. Eisgekühlte Getränke können zu Magenproblemen führen, ansonsten kann man die Temperatur durchaus an die Witterung anpassen: Kalte Getränke bei heißem, schwülem Wetter – lauwarme bis warme Getränke, wenn es kalt ist. Übrigens: Es stimmt nicht, dass der Körper Energie aufwenden muss, um ein kaltes Getränk zu erwärmen. Es wird passiv erwärmt und kühlt dabei den Körper – was bei hohen Temperaturen sehr angenehm sein kann.


Mehr Geld, mehr Verantwortung, akademische Qualifikation: Wie wir Therapeuten im Beruf halten

Die Studienergebnisse wurden in Idstein im Rahmen eines Symposiums vorgestellt

Ein akademischer Abschluss macht sich für Therapeutinnen und Therapeuten in Deutschland bezahlt: Sie verdienen im Vergleich zu ihren examinierten Kollegen durchschnittlich brutto rund 250 Euro mehr im Monat. Das ist eines der wesentlichen Ergebnisse der Studie* „Ab in die Zukunft“, in der Forscherinnen und Forscher der Hochschule Fresenius in Idstein neue Erkenntnisse über Karriereaussichten und berufliche Hürden von Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden und Podologen gewonnen haben. Viele Therapeuten leiden aber an der mangelnden Wertschätzung ihres Berufes – und der Fachkräftemangel fällt deutlich höher aus als bisher angenommen.

Die Studie wurde am 29. September im Rahmen eines Symposiums an der Hochschule vorgestellt. Seit der Abkopplung von der Grundlohnsummenanbindung sowie des Gesetzes zur Erhöhung der Leistungsvergütungen im April 2017 sind die Löhne der angestellten Therapeuten laut Studie im Durchschnitt um drei bis dreieinhalb Prozent gestiegen, das Einkommen der Selbstständigen und Praxisinhaber um vier bis fünf Prozent. Dennoch besteht immer noch eine sehr hohe Diskrepanz zum durchschnittlichen Bruttomonatslohn aller Berufstätigen in Deutschland. „Insofern verwundert es nicht, dass 85 Prozent der Therapeuten an der so genannten beruflichen Gratifikationskrise leiden – das heißt, für sie stehen Einsatz und Belohnung in einem Ungleichgewicht“, berichtet Prof. Dr. Sabine Hammer, Dekanin des Masterstudiengangs Therapiewissenschaften an der Hochschule Fresenius und verantwortliche Leiterin des Studienprojekts. „Neben dem Gehalt fließen hier noch weitere Faktoren wie die generelle Anerkennung von Beruf und Tätigkeit sowie Entwicklungsmöglichkeiten in die Beurteilung ein.“

Alarmierend sind die Resultate zum Fachkräftemangel in den therapeutischen Berufen. Hier dürfte sich die Situation deutlich verschärft haben. Die Bundesagentur für Arbeit gibt für Ende 2017 an, dass offene Stellen für Physiotherapeuten 150 Tage unbesetzt bleiben. Die Forscher der Hochschule Fresenius haben nun ermittelt, dass die durchschnittliche Vakanzzeit für alle Therapieberufe bei 250 Tagen liegt und damit deutlich höher ist als angenommen. „Es ist davon auszugehen, dass viele Arbeitgeber freie Stellen für Therapeuten nicht bei der Agentur für Arbeit melden. Für die Therapeuten selbst hat das insgesamt positive Konsequenzen: die Jobaussichten für angehende Therapeuten sind beispielsweise sehr gut“, so Hammer. Der akute Fachkräftemangel spiegelt sich auch in den Wartezeiten der Patienten wider, die im Schnitt 30 Tage auf einen Behandlungsplatz warten müssen – in der Spitze sogar 50 Tage.

Welche Lösungen gibt es? Neben der Akademisierung der Therapieberufe ist vor allem die Berufsautonomie ein Thema. Lediglich knapp ein Drittel der im Rahmen der Studie Befragten hält eine ärztliche Diagnostik vor dem Therapiebeginn für unbedingt notwendig. Gut 90 Prozent fühlen sich in der Lage, Therapiebeginn, -art und –umfang selbst zu bestimmen und mit einer so genannten Blankoverordnung zu arbeiten, die aktuell als Modell getestet wird. Hammer lobt, dass sich darüber zumindest die Bürokratie reduzieren lässt und der Handlungsspielraum für den Therapeuten erweitert werden kann. „Abzuwarten bleibt aber, ob und wie schnell sie flächendeckend umgesetzt wird, für welche Indikationen sie gilt und inwieweit der Umfang therapeutischer Leistungen gedeckelt wird.“ Die befragten Therapeuten sind zurückhaltend, was ihre Erwartungen angeht: 40 Prozent denken, dass die Blankoverordnung tatsächlich regelhaft eingeführt wird. An den Direktzugang, das heißt den gänzlichen Verzicht auf den Arzt, glaubt nur ein Viertel der Therapeuten. „Dabei müssen wir auch berücksichtigen, dass die Voraussetzungen für einen Direktzugang, insbesondere was Haftungsfragen angeht, noch nicht hinreichend geklärt sind“, sagt Hammer.

* An der Studie nahmen rund 1.800 Therapeuten teil, davon sind die Hälfte Physiotherapeuten, ein Viertel Ergotherapeuten, ein Fünftel Logopäden und fünf Prozent Podologen. Die der Studie zugrunde liegenden Umfragen wurden online durchgeführt. Die Erhebung ist die Fortsetzung zur Studie „Ich bin dann mal weg“, in der die Hochschule Fresenius im Vorjahr Erkenntnisse über den Status quo in den Therapeutenberufen erzielten. Die Ergebnisse wurden der Öffentlichkeit erstmals im Rahmen eines Symposiums am 29. September in Idstein präsentiert. Mehr zur Studie: www.therapiewissenschaften.de

11.10.2018 DGA | Quelle: Hochschule Fresenius (idw)